Aktuelle Nachrichten aus dem Gleißinger Fels

Das Besucherbergwerk Gleißinger Fels ist zZt noch für den Besucherverkehr geschlossen.

Aktualisiert am 05-05-2022

Aktuelle Informationen zu den Öffnungsszeiten und Kontaktdaten für die Anmeldung finden Sie hier:
https://besucherbergwerk-fichtelberg.de/

Das Besucherbergwerk

Das Besucherbergwerk Gleißinger Fels ist das älteste und größte seiner Art in Nordbayern, zudem eines der wenigen befahrbaren Silbereisenbergwerke weltweit. Es befindet sich in der Gemeinde Fichtelberg am Ochsenkopf im Fichtelgebirge.

Die Geschichte Fichtelbergs ist wesentlich mit dem Bergbau bzw. den umfangreichen Erzvorkommen am Gleißinger Fels verwoben. In den Stollen des heutigen Besucherbergwerks wurde ca. fünf Jahrhunderte lang Silbereisen abgebaut. Silbereisen oder auch Eisenglimmer wurde und wird insbesondere für den Korrosionsschutz von Eisen eingesetzt. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war der Abbau von Eisenglimmer die wichtigste Erwerbsquelle für die regionale Bevölkerung.

Erleben Sie die stille, faszinierende Welt unter Tage

Das Besucherbergwerk "Gleißinger Fels" kann fast ganzjährig besucht werden.
Während des Winters ist der Besucherbetrieb zum Schutz der Fledermäuse eingeschränkt.

Erleben Sie über 500 Jahre Bergwerkgeschichte im ältesten Bergwerk und größten Besucherbergwerk Nordbayerns!

Wenn Sie den Gleißinger Fels besuchen möchten, finden Sie hier zielführende Informationen:
https://besucherbergwerk-fichtelberg.de

Weiterführende Infos finden Sie auch unter:
Das ehemalige Silberbergwerk in der Wikipedia
Fichtelberg in der Wikipedia

historisches

Der Bergbau hatte für die Entwicklung der Ortschaft Fichtelberg, Anfang des 17. Jahrhunderts, entscheidende Bedeutung. 
Entsprechend nannte man das Bergwerk am Gleißinger Fels "Gottesgab". 
Der Fichtelberg bin ich genannt, im obern Franken wohl bekannt.
Saale, Eger, Mayn, Nabe
Wolf, Luchs, Hirsch, Reh, Fuchs, Hase

Der Fichtelberg im Ochsenkopfmassiv 
wo Saale, Eger, Main und Naabe entspringen 
wo Wolf, Luchs, Hirsch, Reh, Fuchs und Hase wohnen 
wird vorgestellt als mächtige Schatztruhe der Natur 
deren Schätze denen harren, die sein Schloß öffnen können. 
Vom himmlischen Schöpfer erbittet  der fromme Bergmann sich die Schlüssel für die verborgenen Schätze des Fichtelberges. 
aus dem 14. Jahrhundert, aufbewahrt im Fichtelgebirgs-Museum in Wunsiedel. 
Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel
Mit dem Achtkantschlegel trieb man Bohrstangen in die erzführenden Schichten. 
Er diente auch der Zertrümmerung größerer Erzbrocken.
Mittels solcher Öllämpchen erhellte man die Abbauorte unter Tage. 
Ausschließlich mit Holzkohle wurde ehemals das Eisenerz geschmolzen. Entsprechend viel Holz wurde gebraucht, denn im 14. Jhd. übertraf die Förderung von Eisenerz in der nördlichen Oberpfalz die gesamte englische plus französische Förderung. 
Ein alter Bergmannsstock mit dem Bergmannswappen. 

Erst im 19. Jahrhundert wurde Erzabbau systematisch ausgebaut und in Gewerkschaften organisiert. 

Seit dem 14. Jhd. hatte man nur gerade soviel im Voraus geschürft, wie man in 5 Jahren erfahrungsgemäß absetzen konnte. 
Für die herbeigeholten Bergmannsfamilien errichtete man Holzhäuser.

Eines der letzten dieser  Bergmannshäuser stand in Neubau.

Es wurde in den 30er Jahren des 20. Jhd. abgerissen und durch ein modernes ersetzt. 
Ich treib alles Erz Knappenwerk
Im Thal und auff Sankt Annen Berg
Mit den Steigern/ Knappen und Bubn
In Stollen/ Schacht und den Erzgruben
Mit graben/ zimmern/ bolzn und bauwn
Mit eynfahren/ brechen und hauwn
Wird ich fündig und Silber bring
So ist der Bergherr guter ding.
Der Hüttenmeister Hans Glaser aus Oberwarmensteinach war hauptverantwortlich für die Systematisierung des Bergbaus im Fichtelberg. 
Er gründete das Hüttenamt und verbesserte die Organisation der Bergmänner entscheidend. 
Unter seiner Führung wurde eine systematische Arbeitsteilung nach "Gewerkschaften" eingeführt und der Arbeitstag auf 8 Stunden festgelegt. 
Die benötigte Antriebsenergie für die Hämmer lieferte ausschließlich das im Fichtelgebirge im Grunde reichlich verfügbare Wasser. 
Mit dem Ausbau der Erzgewinnung und -Aufbereitung stieg allerdings der Bedarf, sodass Gräben zur weiträumigeren Wasserzuführung angelegt werden mussten. 
Die damals revolutionäre Technik der Fotografie konservierte wertvolle Details der damaligen Arbeitsweise und gewährt heute vielfältige Rückschlüsse beispielsweise auf Stollenbau, Arbeitsweise und Beleuchtungstechnik.
Der Steiger hat als ausgebildeter und erfahrener Fachmann für alle technischen und organisatorischen Belange den Hut auf an der Abbaustelle im Bergwerk. 
Das im Gleissingerfels abgebaute Silbereisenerz oder Hämatit war seit der Industrialisierung im 19. Jhd. für die Herstellung von Rostschutzmitteln von großem Wert. 
Ihr schützt nun Krane, Schiffe, Gasometer, Rohrleitungen, Brücken, Eisenbahnkonstruktionen, Maschinen überhaupt ALLE EISERNEN WERTE …
Aufbereitungsgebäude zur Erzgewinnung und Erzaufbereitung
Der Fichtelberg, die Edle Erdt,
ist billig allen Ehren wert!
…
wahrscheinlich ein Zeichen mit dem Befugnisse für gekennzeichnete Abschnitte vergeben wurden.  
Die Glocke wurde während des 2. Weltkrieges zunächst zur Waffenproduktion eingezogen, um eingeschmolzen zu werden, fand jedoch 1946 aus Hamburg zurück nach Fichtelberg. 
Im Jahre 1660 von Johann Ernst von Altmannshausen gestiftet, gibt die Glocke heute, im Turm der  Fichtelberger Friedhofskapelle, den hiesigen Verstorbenen das letzte Geleit. 

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Adresse des Besucherbergwerks:

Besucherbergwerk
"Gleißinger Fels"
95686 Fichtelberg
(Ortsteil Neubau, Nähe Bleaml-Alm; an der Straße von Neubau Richtung Fleckl/ Warmensteinach)

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