Unser Projekt wird getragen von diesen drei Partnern:

Mit der Bewilligung des gemeinsamen Projektes hat die EU diese drei Natur- und Kulturerbe-Lokalitäten als wichtige erhaltenswerte Denkmale von europäischem Rang anerkannt:

Durch die europäische Förderung sind wir nun in der Lage, die erforderlichen baulichen und konzeptuellen Arbeiten und Maßnahmen anzugehen, um Ihnen, den interessierten Besuchern unserer Kulturerbe-Stätten, diese in Natura und auch online erfahrbar zu machen.

Geologie

Die drei Denkmale liegen zwar nicht in unmittelbarer, sondern nur geologischer Nachbarschaft, sind aber in einer Stunde Fahrzeit gut zu erreichen. Das verbindende Element der drei Denkmale ist die Geologie. Gleißinger Fels, Soos, Skalka und Komorní hůrka schulden ihre Existenz dem Egergraben, einem heute inaktiven Grabenbruch, der in seiner Entstehungsepoche starken geologischen Aktivitäten Raum bot: tektonischen Bewegungen, Verwerfungen, regem Vulkanismus, sowie der Entstehung von Ablagerungsgebieten, Thermalquellen, u.v.m.
Der Egergraben ist gewissermaßen auch der Urgrund für viele historische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen in seinem Gebiet: für den Bergbau, die Heilbäder, die Glasindustrie usw.

Grenzüberschreitende Partnerschaft

Die gemeinsame Geologie wurde bisher nicht oder kaum in gemeinschaftliche Aktivitäten der beteiligten Regionen und Kommunen umgesetzt. Unser Projekt möchte dies engagiert ändern! Diese außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten sollen thematisch und logistisch besser miteinander verknüpft werden – entsprechend ihrer gemeinsamen geologischen und sozio-kulturellen Entstehungsgeschichte.

Bewohnern und Gästen der Region möchten wir dieses wertvolle Naturerbe in neuem Licht präsentieren – entsprechend seiner Bedeutung im europäischen Zusammenhang. Die Angebote für Besucher werden verbessert, ausgebaut und miteinander vernetzt. Ziel ist es, das „Grenzgebiet Egergraben“ besser bekannt zu machen: Eine facettenreiche, lebenswerte europäische Region und ein gewiss lohnendes Reiseziel mit vielfältigen Sehenswürdigkeiten und Angeboten.

Sicherheit an den Denkmalstätten, hoher Erlebniswert und Informationsgehalt für die Besucher sind sicherlich höchste Prioritäten des Projekts. Im Hinblick auf internationale Kooperation und Austausch geht es deswegen auch um die Etablierung eines gemeinsamen modernen Standards auf hohem Niveau.

Besonderer Ansporn und Herausforderung für alle beteiligten Partner ist es, feste und verlässliche Kooperationen über die Grenze hinweg zu schaffen und langfristig funktionierende Partnerschaften in einem Gebiet zu etablieren, welches ein halbes Jahrhundert vom undurchdringlichen Eisernen Vorhang getrennt war.

Bergbau am Gleißinger Fels

Das Besucherbergwerk Gleißinger Fels ist das älteste und größte seiner Art in Nordbayern,
und zudem eines der wenigen noch befahrbaren historischen Silbereisen-Bergwerke weltweit.

An den Hängen des "Viechtelberges" wurde ca. fünf Jahrhunderte lang Eisenerz und [Eisenglimmer] abgebaut und verarbeitet.
Die Gemeinde Fichtelberg verdankt ihre historische Entstehung also den reichen Eisenerzvorkommen und dem Bergbau zuträglichen Bedingungen am Ochsenkopf.

Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Gewinnung und Verarbeitung von Eisenglimmer wichtige Erwerbsquellen für die Bevölkerung.

Heute gewinnt der Tourismus zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung.
Wintersport, vielfältige Möglichkeiten für Wanderer und Mountainbiker in erhabener Natur,
Kur- und Badebetriebe, geologische Besonderheiten und Natur-Sehenswürdigkeiten
machen Fichtelberg zu einem Ort, an dem sich gut leben und so manches entdecken lässt.

Unseren Besuchern die hiesige Bergbau-Geschichte zu erhalten und zu vermitteln
und in den historischen Stollen des Besucherbergwerkes erlebbar zu machen
ist vorrangiges Ziel unserer Stiftung.

Weitere Informationen für Ihren Besuch im Besucherbergwerk Gleißinger Fels:
http://www.bergwerk-fichtelberg.de

Weiterführende Infos finden Sie auch unter:
Das ehemalige Silberbergwerk in der Wikipedia
Fichtelberg in der Wikipedia

Baustelle am Gleißinger Fels

Bis Herbst 2019 entsteht am Gleißinger Fels ein multifunktionales Besucherzentrum mit Schulungs- und Ausstellungsräumen und sanitären Anlagen für Besucher und Personal.

Entwurf des neuen Besucherzentrums

Der Besucherbereich wird mit einer modernen Informationsinfrastuktur ausgestattet, um für Vorträge, Präsentationen, Filmvorführungen etc die entsprechenden technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Im Besucherbergwerk werden notwendige Arbeiten zur Instandsetzung und Erhöhung der Sicherheit durchgeführt. Weiterhin werden einige bisher unzugängliche Bereiche des Bergwerks im Laufe des Projekts wieder begehbar gemacht, abgesichert und dem Besucherbergwerk angegliedert.
Die für den Gleißinger Fels typischen Mineralien, insbesondere die Hämatite Silbereisen bzw. Eisenglimmer, Gesteinszeichnungen, die labyrinthischen Stollengänge und Perspektiven werden durch eine moderne Beleuchtung angemessen in Szene gesetzt und dadurch dem Besucher besser zugänglich gemacht.

Entwurfsansichten des neuen Besucherzentrums

copyright: ghsw architekten 2018 - ghsw.de

Soos

Im Kataster von Františkovy Lázně sind an zwei Orten Baumaßnahmen geplant. Das Soos ist ein bedeutendes nationales Naturreservat im Egerbecken in Tschechien. Das geschützte Moor ist aufgrund seiner natürlichen Mofetten und Mineralquellen ein Geotop internationalen Ranges. Am Soos entsteht ein Besucherzentrum, ein Pavillon mit sanitären Anlagen und ein Schulungspavillion.

Schlackenkegel Komorní hůrka

Der zweite Baustandort befindet sich am Komorní hůrka bei Františkovy Lázně. Dort liegt der zurzeit noch verschüttete Zugang zu einem Stollen, der wieder freigelegt werden soll. Auch ist die Anlage eines Belüftungsschachtes geplant. Der erloschene Schlackenkegel des Komorní hůrka ist mit 720.000 Jahren der jüngste Vulkan Tschechiens und einer der jüngsten erloschenen Vulkane auf dem europäischen Festland. Im Jahre 1951 wurde der Komorní hůrka unter Naturschutz gestellt und in die Liste der bedeutenden nationalen Naturdenkmale Tschechiens aufgenommen.

Talsperre Skalka

Die Stadt Eger plant einen Themenweg, der sich der Geologie des Egergraben bzw. Egerbeckens und nicht zuletzt Goethes Aktivitäten als Naturforscher in der Region widmet. Der große deutsche Dichter war mehrfach bei geologischen Exkursionen vor Ort und interessierte sich für die Entstehung des Komorní hůrka.

Investiert wird u.a. in Sicherheitsmaßnahmen, wie Geländer, Befestigungen des Terrains, Stützmauern, usw. Der Themenweg führt vom Ufer des Stausees Skalka, wo zahlreiche Felsen freiliegen und daher die zugrundeliegenden geologischen Prozesse anschaulich erklärt werden können, zum Komorní hůrka. Das Gebiet ist aus ästhetischen und geowissenschaftlichen Gründen von besonderem regionalem und wissenschaftlichen Wert.


Mehr Infos zum bayrisch-tschechischen INTERREG EU-Programm INTERREG V unter: www.by-cz.eu

Das Projekt "Tor ins Erdinnere" wird gefördert von der Europäischen Union, aus dem europäischen Fonds für Regionalentwicklung.

EU-EFRE Ziel ETZ